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Nanobots
Multifunktionaler molekularer Manipulator
Ausstellung:
18.06 - 22.08.2004, Museum Trapholt in Kolding, DK
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Film-Dokumentation
Art der Arbeit:
interaktive Mixed Media Installation (Roboter, Licht, Sound, tragbare
Microcomputer und Sensoren)
Künstlerische Kernidee
Nanotechnologie als die "Kunst des Kleinsten"
wird auf vielen Ebenen fundamentale Veränderungen in naher
Zukunft bringen. Wir betrachten "Nano-Roboter"
(Nanobots) als "Kreatoren": die Gestalter
der Zukunft. Sie sind autonome technische Entitäten, die den
Körper des Menschen verändern. Statt daß wir künftig
unsere Umwelt verändern durch unsere Bilder und Erfindungen,
wird Kunst technische Schöpfung im Sinn eines "endogenen
Design", der Produktion von Zuständen in uns.
Zeitgenössische Philosophen nennen diesen Prozeß "Biopolitik".
Die Reflektion biopolitischer Vorgänge nimmt den Aspekt der
Kontrolle, die zur Selbst-Kontrolle mutiert, in den Blick.
Projektskizzen
      
Warum Kunst und Wissenschaft?
Kunst kann prognostisch Vorgänge in der Wissenschaft reflektieren,
die in Kürze die Gesellschaft nachhaltig verändern werden.
Die Kunst bedient sich dabei visionärer Methoden, die kommenden
Möglichkeiten aus neuen Perspektiven zu betrachten.
Wissenschaft zieht einen Teil der Themen an sich, die zuvor die
Domäne der Kunst (und der Religion) waren. Schöpfung wird
in einen abrufbaren Prozeß, ein wiederholbares Verfahren verwandelt.
Dabei werden die Grenzen humaner Verfasstheit erstmals in der Menschheitsgeschichte
überschritten: (technische) Erfindung heißt (biologische)
Neu-Gestaltung. Die Aufgabe der Kunst ist eine kritische, nicht
eine affirmative Position zu beziehen.

Innen/Aussen
Öffentlicher Raum – Museumsraum
Über eine Datenleitung wird der öffentliche Raum in die
"splendid isolation" der Museumsräume
hereingeholt. Funkstationen transferieren Audiomaterial von den
Orten "gesellschaftlicher Disziplinierung",
von den großen sozialen Institutionen, Schule, Klinik, Polizei,
Verwaltung, Supermarkt. Für die von ihnen traditionell besorgte
Engführung und Erziehung prognostiziert "Nanobots"
die Tendenz der Verinnerlichung, der Verlagerung der Aufgaben der
Institutionen in die Subjekte.
  
© Martin Hoyer
Die Herangehensweise
Ein komplexes Thema soll über interaktive Kunst auf einfache
Weise erschlossen werden. Dazu werden keinerlei Erklärungen
benötigt. Die Geschichte wird ohne Worte vermittelt. Wesentlich
sind die Erfahrungen, die der Betrachter durch Beobachtung und Interaktion
mit der Installation machen kann. Die Elemente der Installation
erzählen die Geschichte in klaren poetischen Metaphern.
Die Geschichte der Nanotechnologie handelt im Kern von den Möglichkeiten
der Konstruktion in einem neuen (kleinsten) Maßstab. Die Hauptaufgabe
bei der Vermittlung liegt daher in der Darstellung der unvorstellbar
geringen Größe der Bauelemente, mit denen der Nano-Ingenieur
arbeitet. Deswegen findet die Haupt-Handlung der Installation Nanobots
über den Köpfen der Zuschauer statt
Mitarbeit :
Björn Eisert
Martin Hoyer
Christine Sauter
Daniel Weissroth
> Zsolt
Barat
Franziska Schönenbach
>
Stanislav Vajce
> Elle
Janssen
> Designskolen Kolding :
Pernille Nielsen
Martina Gobec
Mads Ny Larsen
Patrik Svensson
Partner :


Links :
http://www.rubin-design.de
http://www.trapholt.dk
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